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Ein Messtischblatt ist eine topographische Karte im Maßstab 1 : 25.000. Hierbei entsprechen 4 cm auf der Karte 1 km in der Natur.
Der Name erklärt sich aus dem klassischen Aufnahmeverfahren von topographischen Karten im Gelände die mittels Messtisch und Kippregel erfolgte.
Diese historische Karten sind ein hervorragendes Zeitdokument der Landschaft und ihrer Prägung durch Menschenhand. Sie sind Momentaufnahmen der jeweiligen Zeit. Reiht man gleiche Karten zeitlich aneinander, werden oft erstaunliche und aufschlussreiche Erkenntnisse über die Veränderungen im Landschaftsbild offenbar.
Darüber hinaus bietet sich ein weites Feld für heimatkundliche und historisch interessierte Liebhaber alter Karten und kartenähnlicher Darstellungen.
Zur Entwicklung des Kartenwerkes
Ab dem Jahr 1875, dem Gründungsjahr der Preußischen Landesaufnahme, begann die Aufnahme im Stil der Messtischblätter 1 : 25 000 und war im Wesentlichen bis zum Jahr 1912 abgeschlossen. Die Neuaufnahmen der Blätter, die vor 1875 entstanden waren, wurden im Jahr 1931 vollendet. Mit Höhenliniendarstellung und Bezug auf Normal-Null führten sie zu einem eigenständigen Kartenwerk, das vor allem den zunehmenden zivilen Bedarf befriedigen sollte. Die Blätter dieses Werkes bildeten 1931 für das Zuständigkeitsgebiet des damaligen Reichsamtes für Landesaufnahme fast ausschließlich das größtmaßstäbige topographische Kartenwerk und damit die Grundlage für die Folgemaßstäbe.
Messtischblätter können im Allgemeinen als einfarbiger, seltener als mehrfarbiger Druck geliefert werden. Überwiegend steht die Ausgabe ab 1938 zur Verfügung.
Maßstab: 1:25 000
Grenzstand: historisch
Format: gefaltet |
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